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FAQ zur Stammzellspende

WER ODER WAS IST AIAS?
AIAS ist ein gemein­nütziger Vere­in von Stu­den­ten. Wir klären über Blutkrebs auf und ermöglichen eine Typ­isierung zur Stam­mzel­len­trans­plan­ta­tion direkt am Cam­pus. Unsere Vision ist es, dass jed­er Stu­dent sich in die inter­na­tionale Stam­mzel­len­daten­bank aufnehmen lässt.

WAS BEDEUTET DKMS?
DKMS ste­ht für Deutsche Knochen­mark­spender­datei. Wir arbeit­en eng mit der DKMS zusam­men: sie stellt uns das nötige Mate­r­i­al zur Reg­istrierung, führt nach der Reg­istrierungsak­tion die medi­zinis­che Unter­suchung durch und benachrichtigt euch, wenn Ihr als Stammzellspender*in in Frage kommt.

WIE FUNKTIONIERT DIE REGISTRIERUNG?
Mit den Wat­testäbchen nehmen wir Abstriche von Eur­er Wan­gen­schleimhaut und schick­en diese samt aus­ge­füll­ter Ein­ver­ständ­nis­erk­lärung an die Labore der DKMS zurück. Nach der Reg­istrierung spe­ichert die DKMS die Unter­suchungsergeb­nisse des Wan­gen­ab­strichs in der Datei und stellen diese anonym für den weltweit­en Patien­ten­such­lauf zur Ver­fü­gung.

WER DARF SPENDER WERDEN?
Grund­sät­zlich kann jed­er im Alter zwis­chen 17 und 55 Jahren als poten­zieller Stam­mzell­spender reg­istri­ert wer­den. Reg­istri­erte 17-Jährige wer­den ab dem 18. Geburt­stag für den weltweit­en Such­lauf berück­sichtigt. Falls Sie bere­its in ein­er Datei erfasst sind, ist eine erneute Auf­nahme nicht erforder­lich. Soll­tet ihr unter ein­er chro­nis­chen Erkrankung oder ein­er anderen schw­eren Erkrankung lei­den oder gelit­ten haben oder regelmäßig Medika­mente ein­nehmen, hal­tet bitte Rück­sprache mit der DKMS. Die wichtig­sten Auss­chlusskri­te­rien find­et ihr auf der Web­site der DKMS.

WAS PASSIERT NACH DER REGISTRIERUNG?
Nach unser­er Erfahrung kommt es bei höch­stens fünf von hun­dert poten­ziellen Stam­mzell­spendern inner­halb der näch­sten zehn Jahre zu ein­er Stam­mzell­spende. Für junge Spender beträgt die Wahrschein­lichkeit etwa 1 Prozent inner­halb des ersten Jahres nach der Typ­isierung. Doch was passiert, wenn Ihre Gewebe­merk­male tat­säch­lich passen?

Gesund­heitscheck und Bestä­ti­gungstyp­isierung – Con­fir­ma­to­ry Typ­ing (CT)
Ihr erhal­tet einen aus­führlichen Gesund­heits­frage­bo­gen, damit mögliche aktuelle Auss­chlusskri­te­rien für eine Spende frühzeit­ig erkan­nt wer­den kön­nen. Anschließend erfol­gt eine Bestä­ti­gungstyp­isierung (CT), bei der Ihre Gewebe­merk­male anhand ein­er weit­eren Blut­probe nochmals analysiert wer­den. Die CT kann z. B. bei Ihrem Hausarzt erfol­gen. Des Weit­eren wird euer Blut auf bes­timmte Infek­tion­ser­reger wie z.B. HIV oder Hepati­tisviren geprüft. Anhand dieser Ergeb­nisse wird entsch­ieden, ob ihr zu hun­dert Prozent der passende Spender für Ihren Patien­ten sind.

WIE LÄUFT EINE STAMMZELLSPENDE AB?
PERIPHERE STAMMZELLSPENDE
In ca. 80 Prozent der Fälle wer­den die Stam­mzellen aus der Blut­bahn ent­nom­men. Dem Spender wird über fünf Tage hin­weg der Wach­s­tums­fak­tor G-CSF verabre­icht. Dieses Medika­ment steigert die Anzahl der Stam­mzellen im periph­eren Blut, die dann über ein spezielles Ver­fahren direkt aus dem Blut gewon­nen wer­den. Die Spende dauert 4–8 Stun­den an ein bis zwei aufeinan­der­fol­gen­den Tagen. Es ist keine Oper­a­tion notwendig, ihr kön­nt die Klinik meist am gle­ichen Tag wieder ver­lassen. Dieses Ver­fahren wird bei der DKMS seit 1996 ange­wandt. Während der Gabe des Medika­ments kön­nen grippeähn­liche Symp­tome auftreten. Langzeit­neben­wirkun­gen sind nach dem heuti­gen Forschungs­stand nicht bekan­nt.

KNOCHENMARKSPENDE
Bei dieser Meth­ode wird dem Spender unter Voll­narkose mit ein­er Punk­tion­snadel aus dem Beck­enkamm Knochen­mark (nicht Rück­en­mark!) ent­nom­men. Hier­bei genü­gen in der Regel zwei kleine Ein­schnitte im Bere­ich des hin­teren Beck­en­knochens. Die dabei entste­hen­den Wun­den sind so klein, dass sie nur mit weni­gen Stichen oder oft über­haupt nicht genäht wer­den müssen und rasch ver­heilen. Die Ent­nahme erfol­gt in Bauch­lage und dauert etwa 60 Minuten. Bei der Knochen­mark­spende beschränkt sich das Risiko im Wesentlichen auf die Narkose. Aus dem Beck­enkamm wer­den ca. 5 Prozent des Knochen­marks ent­nom­men. In der Regel regener­iert sich das Knochen­mark beim Spender inner­halb von 2 bis 4 Wochen voll­ständig. Es kann ein lokaler Wund­schmerz auftreten, ähn­lich dem ein­er Prel­lung. Nur in sel­te­nen Fällen kann es zu länger anhal­tenden Schmerzen kom­men. Der Aufen­thalt im Kranken­haus dauert ins­ge­samt drei Tage. In den meis­ten Fällen erfol­gt als Vor­sichts­maß­nahme eine Krankschrei­bung für einige Tage. Die Art der Ent­nahme richtet sich nach dem gesund­heitlichen Zus­tand des Patien­ten. Natür­lich ver­suchen wir, eure Wün­sche zu berück­sichti­gen. Jedoch kann abhängig von der Sit­u­a­tion des Patien­ten eine Meth­ode aus medi­zinis­chen Grün­den aus­geschlossen oder bevorzugt wer­den. Grund­sät­zlich soll­tet ihr zu bei­den Meth­o­d­en bere­it sein.

WIE BIN ICH ALS SPENDER ABGESICHERT?
Die geset­zliche Unfal­lver­sicherung schützt alle Per­so­n­en, die sich im Inter­esse ander­er oder der All­ge­mein­heit beson­ders ein­set­zen. Der Ver­sicherungss­chutz beste­ht kraft Geset­zes, ohne dass es dazu ein­er geson­derten Ver­sicherung bedarf, und umfasst unter anderem Blut­spender und Spender kör­pereigen­er Gewebe. Somit beste­ht auch für euch als Spender dieser geset­zliche Ver­sicherungss­chutz. Des Weit­eren schließt die DKMS zwei zusät­zliche Unfal­lver­sicherun­gen für euch ab. Hier­bei sind der oper­a­tive Ein­griff oder die ambu­lante Stam­mzel­lent­nahme ver­sichert. Mitver­sichert sind auch die An- und Abreise zur und von der Ent­nah­mek­linik.

WIE WIRD DIE SICHERHEIT MEINER DATEN GEWÄHRLEISTET?
Daten­schutz und Daten­sicher­heit sind für die DKMS und damit für jeden Mitar­beit­er ober­stes Gebot. Der Schutz Ihrer per­so­n­en­be­zo­ge­nen Dat­en ist uns ein beson­deres Anliegen. Für die Gewährleis­tung des Daten­schutzes gibt es bei der DKMS einen eige­nen betrieblichen Daten­schutzbeauf­tragten, der auf die Ein­hal­tung des Bun­des­daten­schutzge­set­zes achtet. Die DKMS erhebt, ver­ar­beit­et und nutzt Ihre per­so­n­en­be­zo­ge­nen Dat­en entsprechend Ihrer Ein­ver­ständ­nis­erk­lärung nur (soweit dies geset­zlich zuläs­sig und notwendig ist) um geeignete Stam­mzell­spender zu find­en. Ihre per­sön­lichen Dat­en wer­den auss­chließlich bei der DKMS und bei unserem offiziellen Part­ner Cellex/CMS bzw. den Ent­nah­mek­liniken gespe­ichert. Lediglich die suchrel­e­van­ten Dat­en wie Gewebe­merk­male, Alter und Geschlecht über­mit­teln wir mit der zugewiese­nen Spender­num­mer an nationale bzw. inter­na­tionale Suchreg­is­ter wie das ZKRD (Zen­trales Knochen­mark­spender­reg­is­ter für Deutsch­land) und das Nation­al Mar­row Donor Pro­gram in den USA (NMDP).

WIE FINANZIERT SICH DIE DKMS und AIAS?
Bis 1994 wurde die DKMS von der Deutschen Kreb­shil­fe und dem Bun­desmin­is­teri­um für Gesund­heit finanziell unter­stützt. Seit­dem stützt sich unsere Finanzierung auf zwei Säulen: Zum einen erhal­ten wir Geld­spenden von Pri­vat­per­so­n­en und Unternehmen. Zum anderen erhält die DKMS Kosten­er­stat­tun­gen der Krankenkassen für die Pflege der Datei, die Durch­führung von weit­er­führen­den Laborun­ter­suchun­gen und die Organ­i­sa­tion von Stam­mzel­lent­nah­men.

WER TRÄGT DIE KOSTEN, WENN ICH FÜR EINEN PATIENTEN STAMMZELLEN SPENDE?
Die Krankenkasse des betrof­fe­nen Patien­ten bezahlt alle notwendi­gen Unter­suchun­gen und Behand­lun­gen im Vor­feld der Spende sowie eure eventuellen Kranken­hausaufen­thalt. Eben­so übern­immt sie die Kosten eines eventuellen Ver­di­en­staus­falls, Reisekosten und andere nichtmedi­zinis­che Aufwen­dun­gen. Die DKMS organ­isiert die An- und Abreise für euch und übern­immt auch alle anfal­l­en­den Kosten inklu­sive Ihres Ver­di­en­staus­falls. Bei allen möglichen Fra­gen im Zusam­men­hang mit ein­er Stam­mzell­spende ste­hen die Mitar­beit­er der Work-up-Abteilung der DKMS euch bera­tend zur Seite