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Der Standort Halle

Die Stadt Halle an der Saale bekam 1694 auf Anord­nung des späteren Königs in Preußen, Friedrich I., seine eigene Uni­ver­sität. An der „Frid­eri­ciana“, als Refor­mu­ni­ver­sität gegrün­det, wur­den neuar­tige wis­senschaftliche und poli­tis­che Entwick­lun­gen aufgenom­men und weit­er­en­twick­elt. Der Rechts­gelehrte Chris­t­ian Thoma­sius und der Philosoph Chris­t­ian Wolff sind entschei­dend an der Grün­dungsphase beteiligt. Durch die neuar­tige Aus­rich­tung als Zen­trum des Pietismus und der Frühaufk­lärung lock­te die Friedrichs-Uni­ver­sität wichtige Gelehrte und viele Stu­den­ten an. Schon im 18. Jahrhun­dert kon­nte Halle die größte Anzahl an Imma­triku­la­tio­nen aller deutschen Uni­ver­sitäten aufweisen. 1754 durfte hier, nach heftigem Kampf um die Zulas­sung, Dorothea Chris­tiane Erxleben als erste Frau pro­movieren. Die Uni­ver­sitätsstadt war von großer hochschulpoli­tis­ch­er Bedeu­tung für die weit­ere Entwick­lung des Hochschul­we­sens. 1817 wur­den die Uni­ver­sitäten in Halle und Wit­ten­berg zur „Vere­inigten Friedrichs-Uni­ver­sität“ am Stan­dort Halle zusam­mengeschlossen. Das noch heute ver­wen­dete Dop­pelsiegel ist ein Repräsen­tant dieser Verbindung. Durch die Neu­grün­dun­gen weit­er­er preußis­ch­er Uni­ver­sitäten ver­lor die Uni­ver­sität einen Teil ihrer Hochschullehrer und auch einen Teil ihrer Bedeu­tung. Nach der gescheit­erten Rev­o­lu­tion 1848 und einen Gen­er­a­tionswech­sel in der Pro­fes­soren­schaft gehörte die Uni wieder zu den bedeu­tend­sten im deutschen Sprachraum. Die endgültige Namensge­bung erfol­gte 1933 zur Mar­tin-Luther-Uni­ver­sität Halle-Wit­ten­berg.

Heutzu­tage hat Halle über 20.000 Studierende, die das Gesamt­bild der Stadt mit­prä­gen. Viele Pro­fes­suren wur­den in den 1990er Jahren neu beset­zt. Frische Ideen und neue Pro­jek­te gehen damit genau­so ein­her wie viele neue inter­na­tionale Kon­tak­te, sodass Halle heute über 55 Part­neruni­ver­sitäten ver­fügt. Neben der uni­ver­sitären Aus­bil­dung haben die Stu­den­ten durch Koop­er­a­tio­nen mit eigen­ständi­gen Forschung­sein­rich­tun­gen die Möglichkeit für eine wichtige prak­tis­che Fundierung ihrer Aus­bil­dung zu sor­gen. Stel­lvertre­tend ist hier der Wein­berg-Cam­pus als zweit­größter Tech­nolo­giepark in Ost­deutsch­land zu nen­nen. Er beherbergt unter anderem das Fraun­hofer-Insti­tut für Werk­stoffmechanik (IWM), das Helmholtz-Zen­trum für Umwelt­forschung (UFZ) sowie das Leib­niz-Insti­tut für Agrar­en­twick­lung in Trans­for­ma­tion­sökonomien (IAMO). Weit­ere bedeu­tende Ein­rich­tun­gen sind unter anderem das Insti­tut für Wirtschafts­forschung Halle (IWH) und das Max-Planck-Insti­tut für eth­nol­o­gis­che Forschung.

Am zen­tralen Uni­ver­sität­splatz, ein Ort der für viele das Herz der Stadt darstellt, wer­den ver­schiedene Fachrich­tun­gen in Halle auf einen Platz vere­int. Hier tre­f­fen his­torische Uni­ver­sitäts­ge­bäude, wie das Robert­inum oder Melanchtho­ni­anum auf die mod­er­nen Baut­en des Audi­max und Juridicums. Wis­senschaft und Kul­tur sind auf diese Weise, auch durch die unmit­tel­bare Nähe des Opern­haus­es und des „neuen the­aters“, räum­lich eng zusam­mengerückt.

Ein ide­al­er Ort für die cam­pusmeetscom­pa­nies.